Der Begriff *Agent* ist in den letzten Jahren breiter geworden, als uns lieb ist. Fast jedes Werkzeug, das ein Sprachmodell verwendet, nennt sich heute Agent. Wir meinen etwas Präziseres.
Ein Agent im Sinne unseres Ateliers hat drei Eigenschaften. Er hat eine klar umrissene Aufgabe — nicht „alles ein wenig besser machen", sondern „eingehende Rechnungen im ERP verbuchen" oder „Schadensmeldungen klassifizieren und weiterleiten". Am Ende steht eine Ja-oder-Nein-Antwort auf die Frage, ob er die Aufgabe gelöst hat.
Er arbeitet autonom. Kein Mensch startet ihn, kein Mensch überwacht ihn im laufenden Betrieb. Er läuft im Hintergrund — als Cronjob, als E-Mail-Listener, als Event-Handler — und meldet sich nur, wenn er unsicher ist.
Er greift in echte Systeme ein. Ein Agent, der nur Text erzeugt, ist ein Generator. Ein Agent verbucht, legt an, ändert, eskaliert. Er hat Zugriff auf Ihr ERP, Ihr Ticketing, Ihr CRM oder was sonst zum Prozess gehört.
Was ein Agent nicht ist: ein Chatbot im Webbrowser, ein Allzweck-Assistent, ein Ersatz für eine ganze Abteilung. Seine Stärke liegt in der Fokussierung — und darin, dass er sich so genau einmessen lässt, dass er im produktiven Betrieb tragfähig ist.